Engagiert für Ernährungsgerechtigkeit im Veedel
Ernährungsgerechtigkeit
In Deutschland sind rund 3 Millionen Menschen von Ernährungsarmut betroffen. Der eingeschränkte Zugang zu gesunden Lebensmitteln wirkt sich negativ auf Gesundheit, soziale Teilhabe und die Selbstwirksamkeit aus. Ernährungsgerechtigkeit bedeutet, dass alle Menschen – unabhängig von Einkommen, Herkunft oder sozialem Status – Zugang zu gesunder, bezahlbarer und nachhaltig produzierter Nahrung haben.
Das Projekt „Engagiert für Ernährungsgerechtigkeit im Veedel“ vernetzt Menschen in Köln, die sich für Ernährungsgerechtigkeit engagieren möchten. Ein besonderer Fokus liegt darauf, Menschen aktiv einzubeziehen, die von Ernährungsarmut betroffen sind. Um diese Zielgruppen wirksam zu erreichen, arbeiten wir eng mit lokalen Multiplikator:innen aus den Veedeln sowie mit der Kölner Freiwilligenagentur zusammen. Diese Kooperationen eröffnen uns bestehende Zugänge, Netzwerke und einschlägige Erfahrungen in der Arbeit mit diesen oft ungehörten Gruppen und unterstützen sie dabei Gehör zu finden.
In Anlehnung an das Community Organizing möchten wir Menschen ermutigen und stärken, ihre Perspektiven einzubringen, sich für ihre eigenen Anliegen einzusetzen und auf eine nachhaltige Verbesserung ihrer Lebenswelt insbesondere in Bezug auf Ernährung hinzuwirken.
Dabei sieht das Projekt im Wesentlichen folgende Schritte vor: Felderkundung vorwiegend in den Kölner Sozialräumen, Befragungen von Betroffenen und Multiplikator:innen zur Bedarfserhebung, Beratung für Interessierte beim Einstieg ins Engagement, sowie die Konzeption von Multiplikationsformaten gemeinsam mit der Kölner Freiwilligenagentur, um Engagement für Ernährungsgerechtigkeit zu stärken und zu verbreiten.
Aktiv werden!
Du willst dich für mehr Ernährungsgerechtigkeit in Köln engagieren? Wir unterstützen dich dabei und bieten Workshops und Beratung an. Melde dich bei uns:
Weitere Infos
Befragung Ernährungsgerechtigkeit
Im Sommer 2026 führen wir eine Online-Befragung zu Ernährungsgerechtigkeit durch. Mit dieser Umfrage möchten wir von den Erfahrungen von Menschen mit wenig Geld lernen, um unsere Arbeit in deren Sinne weiterzuentwickeln.
Tipps & Tricks
Haltbarmachen durch Einkochen!
Hast du große Mengen an Obst oder Gemüse, das schnell verabeitet werden muss und haltbar gemacht werden soll, ist Einkochen eine praktische Lösung. Als Gläser eignen sich Schraubgläser mit sogenanntem Twist-off-Deckel, wie Marmeladen- oder Gurkengläser. Du musst also keine Gläser neu kaufen, sondern kannst alte Gläser weiterverwenden. Heißgekochte (und gezuckerte) Speisen wie Apfelmus können direkt in die sterilisierten (abgekochten) Gläser gefüllt werden, Deckel drauf und abkühlen lassen.
Der Einkochvorgang und die Lagerzeiten variieren je nach Speise etwas. Insbesondere bei herzhaften Speisen ist etwas Sorgfalt geboten, damit sie nicht verderben. Hier findest du eine ausführliche Anleitung und verschiedene Tipps rund ums Einkochen.
Günstig Kochen mit kleinem Budget
Rezepte, Tipps zum Kochen aber auch Einsichten und Kommentare zu Armut in Deutschland einer armutserfahrenen Person.
Groß Kochen, portionieren: spart Zeit, Geld, Energie
Mealprep: Vorratshaltung von Grundnahrungsmitteln, Vorbereiten von Zutaten und ganzen Speisen
Haltbarmachen: Was Oma schon wusste – einkochen, dörren, fermentieren.
Hier geht’s zur Website Zeit für Gesundheit Trier.
Projekt-Bausteine
So ist unser Projekt aufgebaut
Felderkundung
- Aktive Ansprache und Angebote an bestehende Initiativen und Multiplikator:innen:
- Breite Ansprache möglicher Zielgruppen mit Infostand an Wochenmärkten, Tafel-Ausgabestellen, usw.
Infomaterial
Entwicklung und Produktion von Informationsmaterialen sowie interaktiven Angeboten für unsere aufsuchende Beteiligung
Aufsuchende Beteiligung
gemeinsame Aktionen u.a. mit dem Offenen Kochtopf z.T. in Veedelsorten, z.T. auf öffentlichen Plätzen; Kooperation auch mit lokalen Akteuren; Aufklärung über das Thema Ernährungsgerechtigkeit, Information über Angebote des Ernährungsrats und anderen Akteuren sowie die Möglichkeit des eigenen Engagements
Aktivierung und Beratung
Förderung, Empowerment und Beratung für (zukünftiges) ehrenamtliches Engagement; in Kleingruppen Beratung für das eigene Engagement für mehr Ernährungsgerechtigkeit und in Kooperation mit lokalen Akteuren aus den Veedeln
Eigenständiges Engagement
Vermittlung und Unterstützung für das eigene Engagement für mehr Ernährungsgerechtigkeit, z.B. zu Koch-, Bildungs- oder Versorgungsgemeinschaften, einer eigenen AG beim Ernährungsrat, Demonstrationen, eigene Community- oder Veedels-Initiativen oder vieles mehr.
Multiplikation des Engagement
Konzeption von Bildungsformat gemeinsam mit der Kölner Freiwilligenagentur zur Ausbildung von Multiplikator:innen für das Engagement (im Bereich Ernährungsgerechtigkeit), sodass bereits gewonnene Interessierte und Engagierte eigenständig losziehen können, um in ihren Communities zum Thema aufzuklären und für gesellschaftliches und politisches Engagement zu werben.
Das Team Ernährungsgerechtigkeit im Ernährungsrat


