Für mehr bioregionales Essen in der Gemeinschaftsverpflegung – Erfolgsgeschichte aus dem KIRA-Projekt
Manchmal beginnt Veränderung ganz unkompliziert: mit einem Gespräch am richtigen Ort. Beim KIRA-Netzwerklaunch am 1. Dezember 2025 kamen Mitarbeiter:innen der AXA-Versicherung mit drei regionalen Erzeuger- und Verarbeitungsbetrieben ins Gespräch. Was zunächst als Austausch auf einer Netzwerkveranstaltung begann, entwickelte sich im Nachgang schnell weiter: Aus dem Kennenlernen entstand der Wunsch nach einer konkreten Zusammenarbeit.
Wenn bestehende Strukturen an Grenzen stoßen
Für große Einrichtungen und Unternehmen ist die Integration regionaler Lebensmittel in den Alltag oft nicht einfach. Auch bei der AXA bestehen bereits feste Strukturen in der Verpflegung: Die Speisenversorgung für die Mitarbeitenden läuft über ein großes Cateringunternehmen mit etablierten Lieferbeziehungen, vertraglichen Verpflichtungen und eingespielten Beschaffungswegen. Gerade in solchen Systemen ist es häufig schwierig, zusätzliche regionale Produkte unkompliziert einzubinden. Umso spannender war die Frage: Wie kann regionale Versorgung trotzdem praktisch möglich werden?
Eine kreative Lösung: regionale Gemüsekisten direkt an den Arbeitsplatz
Die Antwort darauf entstand gemeinsam – pragmatisch, flexibel und alltagstauglich. Die Humuswerkstatt arbeitet bereits erfolgreich mit einem Gemüsekisten-System und beliefert Kund:innen wöchentlich über feste Depots, an denen die Kisten abgeholt werden können. Ein zusätzlicher Standort wird nun bei der AXA für die rund 2.000 Mitarbeitenden eingerichtet.
Das Modell sieht vor, dass Mitarbeitende Gemüsekisten direkt bei der Humuswerkstatt bestellen und die Kisten bequem am AXA-Standort bereitgestellt werden.
Zusätzlich bezieht AXA selbst wöchentlich Gemüsekisten. Diese werden entweder direkt an Mitarbeitende zum Ausprobieren weitergegeben Gemüse wird direkt in der Küche verarbeitet und zubereitet.
Diese Lösung ist vielleicht nicht der klassische Weg, aber gerade deshalb so wertvoll. Sie zeigt, dass auch in großen Unternehmensstrukturen kreative Wege gefunden werden können, regionale Wertschöpfung ganz konkret umzusetzen. Für die Humuswerkstatt bedeutet das gleichzeitig einen neuen und verlässlichen Absatzweg und damit einen echten Mehrwert für den Betrieb.
AXA isst grün – und war damit Teil der KIRA-Aktionswoche
Die AXA setzt sich bereits seit Längerem mit nachhaltiger Ernährung auseinander: Im Rahmen der jährlich viermal stattfindenden „AXA isst grün“-Wochen wird an allen AXA-Standorten gezielt daran gearbeitet, den Fleischkonsum zu reduzieren und stattdessen attraktive vegane und vegetarische Angebote zu stärken. Begleitet werden diese Wochen unter anderem durch Themenabende, Kochkurse und vegane Dinnerangebote. Umso schöner ist es, dass die AXA damit nun auch Teil der KIRA-Aktionswoche vom 18. bis 22. Mai war. So fand unter anderem ein Markt mit regionalen Erzeugerbetrieben wie Humuswerkstatt, Biohof Tönnessen und Max Esser für die Mitarbeitenden statt.
Was diese Zusammenarbeit zeigt
Die Kooperation mit der AXA ist ein besonders schönes Beispiel dafür, was aus echter Begegnung im Netzwerk entstehen kann. Nicht jede Lösung muss von Anfang an perfekt oder klassisch sein. Manchmal entstehen die besten Ansätze genau dann, wenn verschiedene Perspektiven zusammenkommen und gemeinsam überlegt wird, was in der Praxis wirklich funktionieren kann.
Diese Zusammenarbeit zeigt, was möglich wird, wenn Netzwerk, Offenheit und regionale Wertschöpfung zusammenkommen.
Wollen Sie selbst Teil des nachhaltigen Versorgungsnetzwerk KIRA werden?
Wir laden Sie herzlich zu unserer nächsten KIRA-Aktionswoche für biologisches und regionales Essen im Aktionszeitraum 14.09. – 9.10.2026 ein!
Alle wichtigen Infos erhalten Sie in diesem Dokument.