Steigende Energiepreise verändern die Landwirtschaft
Die Auswirkungen steigender Energiepreise sind in der Landwirtschaft längst angekommen. Besonders betroffen sind Betriebe, die auf externe Betriebsmittel angewiesen sind: synthetische Düngemittel, Futtermittel oder energieintensive Produktionsweisen.Wenn Erdgaspreise steigen, verteuert sich Dünger. Wenn Transportkosten steigen, geraten Absatzwege unter Druck. Gleichzeitig schwanken Märkte und Preise – Planungssicherheit wird schwieriger. Diese Entwicklungen zeigen: Ein System, das stark von globalen Märkten und fossilen Ressourcen abhängt, ist in Krisenzeiten anfälliger für Störungen.
Warum regionale Absatzmärkte an Bedeutung gewinnen
Gleichzeitig entstehen neue Chancen – insbesondere für Betriebe, die auf regionale Vermarktung und nachhaltige Bewirtschaftung setzen.
Regionale Absatzmärkte bieten:
- stabilere und besser planbare Nachfrage
- kürzere Transportwege und geringere Abhängigkeit von globalen Preisentwicklungen
- direkteren Kontakt zu Abnehmer:innen
- mehr Einfluss auf Preisgestaltung und Wertschöpfung
Besonders in der Gemeinschaftsverpflegung liegt großes Potenzial: Kantinen, Schulen oder Kitas benötigen kontinuierliche Mengen und können verlässliche Partner sein.
Nachhaltiger Anbau als strategischer Vorteil
Auch die Produktionsweise spielt eine entscheidende Rolle. Ökologischer und ressourcenschonender Anbau reduziert die Abhängigkeit von externen Inputs wie synthetischen Düngemitteln und fossiler Energie.
Das bedeutet:
- geringere Anfälligkeit für Preisschwankungen
- stabilere Produktionskosten
- langfristig gesündere Böden und Erträge
Nachhaltigkeit ist damit nicht nur eine ökologische Entscheidung, sondern zunehmend auch eine ökonomische Strategie.
Wie KIRA regionale Landwirt:innen unterstützt
KIRA setzt genau an dieser Schnittstelle an: zwischen Produktion, Verarbeitung und Nachfrage.
Das Projekt schafft Verbindungen zu Küchen und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung und arbeitet daran, regionale Absatzmärkte konkret zugänglich zu machen. Gleichzeitig werden Landwirt:innen aktiv in den Aufbau neuer Wertschöpfungsketten eingebunden.
Ein zentraler Baustein sind digitale Lösungen, die:
- Angebot und Nachfrage besser zusammenbringen
- Die Planbarkeit und Benutzerfreundlichkeit erhöhen
- und die Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Verarbeitern und Küchen vereinfachen
So entstehen neue Möglichkeiten – auch für kleinere und mittelständische Betriebe.
Jetzt ist der Moment, sich zu vernetzen
Die aktuellen Entwicklungen zeigen deutlich: Einzelne Betriebe stehen vor großen Herausforderungen – aber gemeinsam entstehen neue Perspektiven.
Konkrete Ansatzpunkte:
- Regionale Kooperationen und Netzwerke zwischen Landwirt:innen aufbauen oder stärken
- Partnerschaften mit Küchen und Einrichtungen suchen
- Vermarktungswege diversifizieren
- Nachhaltige Anbaumethoden weiterentwickeln
Aktiv werden:
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, neue Wege zu gehen. Vernetzung, Kooperation und regionale Vermarktung sind keine Ergänzung mehr – sie werden zum entscheidenden Faktor für Zukunftsfähigkeit. Projekte wie KIRA bieten die Möglichkeit, Teil dieser Entwicklung zu werden und aktiv mitzugestalten.
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Anmeldung und Information
Ihr wollt Teil der regionalen Ernährungswende werden? Meldet euch gerne bei uns. Wir beraten kostenfrei, individuell und kompetent und bieten auch qualifizierte Unterstützung bei möglichen Förderanträgen.
Kontakt
David Bexte I Projektkoordination KIRA
+49 155 – 65030688 I david.bexte@ernaehrungsrat.koeln
KIRA – Gemeinsam für Regionales Essen
Ernährungsrat für Köln und Umgebung e.V.
Neven-DuMont-Str. 14
50667 Köln
0221 – 29 85 23 59
KIRA steht für Konzeption und Initiierung eines nachhaltigen Regional-versorgungsnetzwerks für die AHV in der Metropolregion Rheinland. Das Projekt vernetzt landwirtschaftliche Betriebe und AHV-Einrichtungen. Ziel ist, die Versorgung mit regionalen (Bio-) Produkten zu stärken, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und zusammen mit den Partnerorganisationen im Projekt ein auf andere Regionen übertragbares Modell für eine zukunftsfähige Lebensmittelversorgung zu schaffen.