Abgeschlossene Projekte des Ernährungsrats

Essbare Stadt Köln

 

Ziel des Vorhabens war, dass in Köln ein Aktionsplan „Essbare Stadt“ durch eine Vielzahl von Initiativen, Unternehmen, Bürgern und Verwaltungsstellen in einem partizipativen Prozess entwickelt und in Stadtteilprojekten umgesetzt wird.

Am Anfang des Projektes fanden zum Zwecke einer ersten Ideenfindung und Aufgabenteilung „BarCamps“ statt. Im weiteren Verlauf wurde in Arbeitsgruppen ein gemeinsamer Aktionsplan vorbereitet und bei einem weiteren großen BarCamp eine erste Version vorgestellt, die anschließend überarbeitet und beschlossen wurde. Auf der Grundlage des Aktionsplans wurden nun in den einzelnen Stadtteilprojekten regelmäßige Planungstreffen gehalten, an welchen von ProjektmitarbeiterInnen vor allem am Anfang beratend teilgenommen wurde.

Durch intensive Vernetzung und Unterstützung lokaler Initiativen durch das Projektteam konnten im Jahr 2019 12 neue gärtnerische Projekte initiiert und zu großen Teilen umgesetzt werden.

Insgesamt wurden in der gesamten Projektlaufzeit 27 Projekte initiiert, wovon 13 mittlerweile in Eigenverantwortung agieren. Neun davon sind in Planung und wurden vom Projektteam so weit unterstützt, dass die Umsetzung nun eigenständig erfolgen kann. Fünf Initiativen konnten nicht weitergeführt werden. Unter den Projekten waren unter anderem Urbane Gemeinschaftsgärten, Initiativen zur Ansiedlung zu essbarem öffentlichem Grün, Firmengärten, partizipative Landwirtschaft, Lehr- oder Lerngärten in Sozial- und Bildungseinrichtungen, das Fördern von Anbau von Essbarem in Hausgärten, auf Balkone und Fensterbrettern.

Website: http://www.essbare-stadt.koeln/

Projektzeitraum: 01.08.2017 – 31.09.2019 

Förderer und Fördervolumen: Bundesministerium für Umwelt aus der NKI “Kurze Wege für den Klimaschutz” 174.000€

Aufbau des NRW-Netzwerks der Ernährungsräte

 

Das Projekt sollte zur Vernetzung der ER und ER-Initiativen und dieser mit weiteren „gleichgesinnten“ Organisationen dienen, um Kooperation und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Ziel des Vorhabens war es, so gemeinsam die 2017 in NRW gerade im Entstehen begriffene Bewegung für lokale, nachhaltige Ernährung durch gezielte inhaltliche Inputs und methodische Unterstützung weiterzuentwickeln.

Auf 2 Kongressen (mit 130 und 150 Teilnehmern) und weiteren Veranstaltungen und Workshops wurde Raum für gegenseitige Inspiration, Beratung und Unterstützung geschaffen. Auch mit internationalen ReferentInnen fand ein Austausch von teilweise über Jahrzehnte gesammelten Erfahrungen statt, wodurch gemeinsam Fragen und Probleme aus den jeweiligen Gründungsinitiativen bearbeitet werden konnten.

Durch die im Projekt geschaffene Möglichkeit eines persönlichen Kennenlernens auf Kongressen und Netzwerktreffen konnte ein „Wir-Gefühl“ gefördert und die anschließende Kommunikation und Kooperation enthemmt werden. Als Austauschplattform für die interne Vernetzung wurde ein sog. „WeChange-Projekt“ erstellt (https://wechange.de/project/netzwerk-der-ernahrungsrate/). Zudem wurde die Webseite http://www.ernaehrungsraete.org/ aufgebaut und veröffentlicht.

Somit wurde die Grundlage für ein Netzwerk von ER-Initiativen aus dem deutschsprachigen Raum geschaffen. Die Aktiven kennen sich persönlich, sind im Austausch und erarbeiten gemeinsame Handlungsfelder. Mithilfe der gegenseitigen Unterstützung konnten weitere Ernährungsräte deutschlandweit gegründet werden. Auch weitere Ernährungsratsinitiativen sind u.a. durch die weitere Bekanntmachung des Konzepts Ernährungsrat entstanden.

Projektzeitraum:  15.09.2017 – 30.11.2018

Fördervolumen: 112.000€

Förderer: Stiftung Umwelt und Entwicklung, Stiftung Mercator, Zukunftsstiftung Landwirtschaft, Misereor e.V., Inkotanetzwerk