Wissen, wo’s herkommt – und genießen, was hier wächst. Vom 14. September bis 9. Oktober 2026 findet bereits die dritte KIRA-Aktionswoche statt. Innerhalb dieses Zeitraums wählen die teilnehmenden Küchen eine Woche aus, in der sie verstärkt biologische und regionale Lebensmittel auf den Teller bringen.
Vom Acker auf den Teller
In der Aktionswoche kommen ausgewählte Lebensmittel, die im September Saison haben und in der Region in ausreichender Menge verfügbar sind auf den Teller. Dazu gehören unter anderem Bete, Pilze, Kürbis, Porree, Kartoffeln, Mangold, Möhren und Tomaten.
Was daraus gekocht wird, bleibt den Küchen überlassen. Als Inspiration stellen wir verschiedene Rezeptideen zur Verfügung, unter anderem vom Foodhub Leipzig. Mit dabei sind zum Beispiel „Himmel und Beete“ aus Kartoffeln, Bete und Streuobstäpfeln, „Möhren untereinander“ oder Gerichte mit Hokkaidokürbis. Weitere Rezeptideen entstehen im Austausch mit der Ökomodellregion Münster.
Die Vorschläge sollen vor allem Ideen liefern, welche Gerichte tatsächlich auf dem Speiseplan landen, entscheiden die Küchen selbst.
Neue Bezugswege ausprobieren
Damit die Produkte möglichst unkompliziert bestellt werden können, arbeiten wir während der Aktionswoche mit verschiedenen regionalen Lieferanten zusammen.
Hauptlieferant ist Bio-Rhein-Maas, ein Naturkosthandel mit Schwerpunkt auf Produkten aus der Region Rhein-Maas/Niederrhein. Über Bio-Rhein-Maas kommen unter anderem Lebensmittel vom Bioland-Gemüsebaubetrieb Der Lenßenhof und von der Bioland-Gärtnerei Hildes Grünzeug in die teilnehmenden Küchen. Weitere Bestellmöglichkeiten gibt es über Feldling und den Regio Food Hub Rheinland.
Und bevor es ans Kochen geht, schauen wir uns an, wo ein Teil der Lebensmittel eigentlich herkommt: Bei den KIRA-Hofbesuchen können Köch:innen und Küchenverantwortliche beteiligte Betriebe kennenlernen, sich direkt mit den Erzeuger:innen austauschen und einen Einblick in Anbau und Erzeugung bekommen.
Bei der dritten KIRA-Aktionswoche sind unterschiedliche Einrichtungen und Küchen aus der Region dabei:
- Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft / KfW
- Erzbischöfliches Berufskolleg Köln mit Noisette Catering
- BONVITA / VW OTLG Köln
- Offene Schule Köln (OSK)
Ausprobieren, was langfristig funktionieren kann
Die Küchen können Produkte, Rezepte und neue Lieferbeziehungen ausprobieren und Erfahrungen sammeln, wie sich mehr Bio und Regionalität auch langfristig in ihren Küchenalltag integrieren lassen. Denn mehr Bio und Regionalität müssen nicht bedeuten, den gesamten Einkauf auf einmal umzustellen.
Wenn es gut funktioniert, können aus den Erfahrungen der Aktionswoche neue Produkte in die Küchen gelangen, die auch danach auf dem Speiseplan bleiben – und aus einem ersten Kontakt vielleicht eine langfristige Lieferbeziehung.
Gleichzeitig erfahren die Gäste, woher die Lebensmittel auf ihrem Teller kommen und wer sie in der Region erzeugt. So wird Regionalität sichtbar.
Und am Ende zählt natürlich auch: Es soll richtig gut schmecken!